Samstag, 17. März 2018
Unsere gemeinsame Zeit in Iran (10)





DIE KRANKEN-AUSZEIT

Die OP von Ulrikes Fuß ist für 12 Uhr angesetzt. Ich nutze den 'freien' Vormittag dazu, mir unbekannte Stadtteile von Teheran zu Fuß zu erkunden und fahre gegen halb neun mit der Metro in den Süden. Die Metro ist nur mäßig besetzt. Ich nehme die Gelegenheit wahr, die fliegenden Händler in der Metro zu fotografieren. Von Strümpfen über Handy-Kabel und Handyhalter für das Auto, leuchtende Schwerter, Büstenhalter und Unterhosen etc., kann man hier auf der Fahrt unterwegs alles Mögliche erwerben.



Mein Ziel ist das Parlament. Dort fand im Juni 2017 ein Terroranschlag statt. Als Frauen verkleidete und mit einer Pistole und automatischen Waffen ausgerüstete Personen betraten das Parlamentsgebäude über den Besuchereingang, während dort eine Sitzung stattfand. Bei dem islamistischen Terroranschlag wurden mindestens 18 Menschen, darunter fünf der Attentäter, getötet und über 40 weitere verletzt.

Nach einer halben Stunde etwa steige ich an der Imam-Khomeini-Metrostation aus. Am Ausgang erwartet mich ein Gewimmel von Menschen vor einem kleinen Basar, hinter dem Stände für die Norouzfeiern aufgebaut werden.



Im Basar werden mir fremde Leckerbissen angeboten, dies ohne Kaufzwang; die Verkäufer freuen sich, wenn ich das Angebotene annehme; sie sind nicht etwa verärgert, wenn ich ihnen zu verstehen gebe, dass es gut geschmeckt hat, aber nichts kaufe.









Vorbei am großen Iman-Khomeini-Square





komme ich durch Straßen, in denen sich – wie in einem Basar – Geschäft an Geschäft reiht. Schräg davor parken zahllose Motorräder, so weit das Auge reicht.







Die niedrigen Reihenhäuser sind älter und bescheidener als im Norden.
Dazwischen ein kleiner Palastgarten.



Das Parlamentsviertel ist von einer Mauer umgeben. Die Zugänge sind bewacht. Ich zücke mein Handy und mache ein Foto von der Front des Parlamentsgebäudes, hinter dem sich der pyramidenähnliche Plenarsaal befindet.

Dann begebe ich mich zur nahegelegenen Metrostation, setze mich dort noch ein bisschen hin und schaue mir das Areal in Ruhe an. Anschließend tauche ich dann in die Metro hinab, immer noch das Handy als Wegweiser in der Hand. Unten angekommen werde ich von einem Polizisten, dieses Mal in Uniform, angesprochen, der die Fotos auf dem Handy sehen möchte.

Das erste Bild zeigt eine unverdächtige Straße, aber schon das zweite das Parlamentsgebäude. Das müsse ich löschen. Mein Bedauern darüber, dass ich das Foto von einem doch so bedeutenden Gebäude löschen müsse, lässt ihn nicht erweichen. Er klickt noch zwei weitere Fotos - wiederum mit unverdächtigen Motiven - an und entlässt mich dann mit Handschlag und guten Wünschen.

Nun geht es auf der Suche nach einem Stadtplan von Teheran mit der Metro weiter zum Theatr-Shahr-Platz, an dem im Dezember/Januar die großen Unruhen stattgefunden haben.



Auf dem Platz herrscht reges Treiben. Einsatzwagen der Polizei stehen auf dem Platz und drumherum bewaffnete Polizisten. Werden hier wieder Unruhen erwartet? Der Weltfrauentag steht bevor!



Über einen Park gelange ich in eine anliegende kleine Straße, in der sich der Kartenverlag befindet. Größtenteils sind die Karten und Stadtführer in Farsi geschrieben. Ich werde aber doch fündig mit einem Stadtplan auf Englisch.



Auf dem Rückweg hat sich auf dem Theaterplatz eine Menschenmenge versammelt, die die Aufführung von zwei Gestalten verfolgen. Bei der einen in grellroter Kleidung, rotem Magierhut und Ruß geschwärztem Gesicht handelt es sich um Hadji Firuz, bei seinem Begleiter um Amu Norouz.



Sie künden das bevorstehende Neujahrsfest Norouz an, ziehen zu Trommel-, Tamburin- und Schalmeinklängen durch die Straßen und tanzen in der Hoffnung auf einen kleinen Obulus auch zwischen den Autoschlangen hindurch.



Hier auf dem Theaterplatz kommen sie mir vor wie Hofnarren, die den Zuschauern durch ihre Darstellung vor Augen halten, dass "die da oben" das Geld an sich raffen und die Taschen vollstopfen, um sie dann aufzufordern, ihnen doch auch was zu geben, damit sie sich ihre Taschen vollstopfen können. So jedenfalls habe ich das ihrer Darstellung entnommen, die allerdings auch Spielraum für Interpretationen lässt.



Wikipedia führt weiter dazu aus, dass der Brauch auf Mir Norouz zurückgeführt wird, eine komische Figur, deren Aufgabe es war, in den letzten fünf Tagen des Jahres die Verwaltung der Stadt zu übernehmen. Dieser Fünf-Tage-König zog zur Feier des Neujahrs mit einer Gruppe von Tänzern und Sängern durch die Stadt.
Kommt uns das nicht irgendwie bekannt vor? Karneval und Fasnacht lassen grüßen.

Weiter geht es mit der Metro zum Ausgangspunkt meiner Wanderung zum Laleh-Hospital, der Vali-ye-Asr-Metrostation. Google Map führt mich durch Straßen, die einigermaßen fußgängertauglich sind und einen wunderschön angelegten Park, dem Sa'ei-Park mit Springbrunnen, Bänken und Sportgeräten, an denen sich zu dieser Tageszeit nur wenige Menschen betätigen.







Der Weg geht auf und ab, doch stets bergauf.





In einer Straße entdecke ich einen Gruß aus dem Schwarzwald, ein Fahrzeug mit einem Aufdruck von Herrenknecht.



Die Herrenknecht AG ist ein Hersteller von Tunnelvortriebsmaschinen mit Firmensitz in Schwanau-Allmannsweier in der Nähe von Lahr, bei uns in der Ortenau.

Google Map führt mich nun etwa eine halbe Stunde lang am Hemmat-Highway entlang, den ich bislang nur aus der Autoperspektive kenne; interessant allein schon deswegen, weil ich nun endlich mal Fotos aus der Fußgängerperspektive machen kann.











Nach einer dreiviertel Stunde am Highway gelange ich über das Areal der medizinischen Universität zum Krankenhaus.










Das Essen steht schon bereit, Ulrike ist jedoch noch nicht da. Ich kann zu ihr in den Aufwachraum, wo etwa weitere zehn Patienten liegen und stöhnen. Ulrike geht es den Umständen entsprechend gut. Ich bleibe bei ihr bis zum Abend, als ein Pfleger hereinkommt und, ohne mich zu fragen, ganz selbstverständlich das Besucherbett auszieht. Ich ziehe es aber vor, zu Hause zu übernachten. Zurück geht es mit dem Taxi, denn die nächste Metrostation ist eine gute Stunde Fußweg entfernt. Eine neue Metrostation ist zwar in unmittelbarer Nähe, jedoch noch nicht eröffnet. Zügig, nach nur einer halben Stunde, bin ich zu Hause.

Am folgenden Tag lege ich die Fahrt zum Krankenhaus mit dem Taxi zurück. Die Fahrt dauert heute gut anderthalb Stunden. Ich verbringe den Tag bei Ulrike. Gegen vier Uhr nachmittags breche ich auf, zu Fuß. Mit der Entfernung habe ich mich allerdings verschätzt und treffe erst gegen 22 Uhr ziemlich geschafft zu Hause ein.
Der Weg hat sich aber gelohnt. So entdecke ich den Surpreme Court Teherans



und komme an quirligen Plätzen vorbei, auf denen es zu nächtlicher Stunde von Menschen wimmelt und Straßenmusiker für die Unterhaltung sorgen.

Teheran bei Nacht - ich tauche in eine andere Welt ein. Der Ab-o-Atash Park strahlt Ruhe aus. Die Menschen lachen und unterhalten sich und genießen die Ruhe.
Über die beleuchtete Tabiat-Brücke gelange ich zum Taleghani-Park. Die bereits im früheren Blog erwähnte geschwungene Konstruktion der Tabiat-Brücke besteht aus drei verschiedenen Ebenen voller Bänke, Pflanzen, Cafés und Restaurants, die man nun in der Nacht bei der Beleuchtung erst recht entdeckt und hineinschauen kann.





Von der Brücke aus bietet sich der Blick auf Teheran bei Nacht und den Modarres-Highway, auf dem sich nun die Lichter der Fahrzeugschlangen aneinanderreihen.





Das letzte Stück des Weges lege ich mit der Metro zurück, steige an der Shariati aus und lasse mich durch die belebten Straßen Teherans treiben, bin aber zu müde, um noch irgendwo einzukehren und komme todmüde zu Hause an.

Am nächsten Tag hole ich Ulrike vom Krankenhaus ab. Die folgenden Tage ist sie gezwungen, in der Wohnung zu bleiben.


DEMONSTRATION AM WELTFRAUENTAG

Der Farsiunterricht muss ausfallen, weil unserer Sprachlehrerin sich um Freundinnen kümmern muss, die am Weltfrauentag inhaftiert wurden. Vor dem Arbeitsministerium fand eine Demonstration statt - ein für Demonstrationen wahrlich ungeeigneter Platz, an dem die Demonstranten leicht von der Polizei eingekesselt werden können. Dabei wurden Personen, die sich auch nur zufällig dort aufhielten, gleich mitverhaftet. War diese Demonstration die Ursache für die am Tag zuvor festgestellte erhöhte Polizeipräsenz am Theaterplatz? Von den fünf Freundinnen waren nach vier Tagen vier entlassen worden. Sie warten nun auf ihre Gerichtsverhandlung. Die fünfte wartet seit fünf Tagen auf ihre Entlassung.
Die Männer sitzen als 'Rädelsführer' noch in Haft. Die Frauen kommen ja nicht selbst auf die Idee zu demonstrieren... Bei den Rädelsführern muss stärker durchgegriffen werden. Übrigens, ihrer Kopftücher entledigten sich bei dieser Demo lediglich ältere Frauen!

Die Gefängnisse befinden sich zum Teil außerhalb von Teheran, so in Ghom, etwa 150 km von Teheran entfernt. In Teheran gibt es ein Gefängnis für Frauen und Männer. Wie uns berichtet wurde, soll die Situation miserabel sein. Es findet keine Versorgung der Insassen statt. Es gibt kein Wasser. Das zu Shahs-Zeiten gefürchtete Foltergefängnis Evin im Norden von Teheran soll im Vergleich dazu ein Hotel sein.
Von derlei Vorkommnissen erfährt man in der Öffentlichkeit nichts. Dazu muss man in die sozialen Netzwerke gehen. Die Kommunikation läuft allerdings weitgehend auf Farsi. Webseiten, die sich kritisch äußern, werden gesperrt.


CHAHARSHANBE SURI
(Nacht vor dem letzten Mittwoch vor Neujahr)

Ulrikes gebrochener 'Fuß'knöchel schränkt im Augenblick unsere Unternehmungslust ein. Aber das wird schon wieder.
Eine schöne Abwechslung bietet da am Morgen die Schulfeier zu Norouz (Blog 9) und am Abend eine Einladung zu einer Chaharshanbe-Suri-Feier etwa eine Stunde außerhalb von Teheran. In dieser Nacht vor dem letzten Mittwoch des Jahres wird gefeiert.

Nach einer Fahrt durch ein verwinkeltes Wohnviertel mit alten Lehmhäusern und engen Gassen landen wir vor einem schmiedeeisernen Tor.



Sesam öffnet sich und wir betreten ein Paradies, abgeschottet zu den Nachbarhäusern mit hohen Sichtblenden, die dem Gastgeber und seiner deutschen Frau ein europäisches Leben frei von islamischen Konventionen ermöglichen.



Gepflegter Rasen, ein Haus, das uns an die Südstaaten erinnert, ein großes Swimmingpool, zu dieser Jahreszeit allerdings noch nicht gefüllt.
Wir sind die ersten Gäste und nehmen am Kamin Platz.



Denn in der Nacht wird es kühl. Wir haben Gott sei Dank warme Kleidung dabei. Nach und nach treffen weitere Gäste ein, größtenteils Verwandtschaft des Gastgebers, die für eine Bereicherung des Buffets sorgt. Ansonsten werden kleine Gastgeschenke überreicht wie Shirinis (ihr erinnert euch), Gebäck-und Nussmischungen zu Kunstwerken zusammengestellt. Hierzu werden wir noch irgendwann schöne Bilder liefern. Bei Wein Marke Eigenbau und Bier stimmen wir uns ein, außer Ulrike, die wegen ihrer Medikamenteneinnahme darauf verzichten muss. Das ist hart!





Auf der Tanzfläche werden mit großen Reisigbündeln mehrere kleine Feuer angezündet, über die dann jeder springen kann, der was Schlechtes vom alten Jahr loswerden oder was Gutes für das kommende Jahr aufnehmen will (Blog 9).







Dann lädt ein DJ zum Tanzen ein. Live Musik mit einem Sänger bewegt auch die Letzten zum Tanzen. Ich höre im Refrain nur immer wieder 'michame', was frei übersetzt so viel heißt wie 'ich will dich haben' oder 'ich liebe dich', eine einfühlsame Stimme, die die Tänzer und Tänzerinnen bei Blues näher kommen lässt.








IN UNSERM VIERTEL...

Am nächsten Tag erwartet uns wieder der Alltag. Ich bin durch Ulrikes Behinderung ziemlich in Anspruch genommen und nutze die Gelegenheit, meine Farsi-Kenntnisse bei meinen täglichen Einkäufen in die Praxis umzusetzen. Die Händler erfreuen sich an meinen Fortschritten, über meine Begrüßungsworte, Glückwünsche zum neuen Jahr und Abschiedsworte. Teilweise verbessern sie meine Aussprache mit einem kleinen Lächeln. Nicht to, geschlossenes o, heiße es, sondern ta, ein offenes o. Von der ständig wechselnden Belegschaft – ich habe den Eindruck, so ein kleiner Laden verfügt über eine Belegschaft von zehn Mann und mehr – werde ich immer wieder gefragt, wo ich herkomme, dann folgen die Lobeshymnen über Joge Low (Löw), Porsche, Mercedes und Deutschland gut. Über die Vorliebe für Borussia Dortmund statt Bayern finden wir häufig Übereinstimmung. Das Deutschlandbild ist verklärt. Aleman good. Teheran not good, no work!

In einem Haushaltsladen bin ich auf der Suche nach einer Butterschale. Mit dem Besitzer komme ich ins Gespräch. Seine Tochter lebt in Hamburg, sein Cousin in Bonn. Ich werde fündig und entdecke noch eine Limettenpresse. Die von ihm angebotene Luxusausführung lehne ich ab mit dem Hinweis, dass ich keinen Porsche brauche. Er lacht und verabschiedet sich mit dem Wunsch, mich bald wieder zu sehen; wenn ich etwas bräuchte, solle ich zuerst immer bei ihm vorbeikommen.

Der Frühling, der hier mit Neujahr gefeiert wird, macht sich allenthalben bemerkbar. Es grünt und beginnt zu blühen. Die Bürgersteige werden abgespritzt und mit Stiefmütterchen und Stauden bepflanzt. Es ist so, als würde das Leben jetzt erst richtig beginnen. Das alles versuche ich Ulrike zu vermitteln, die brav zu Hause sitzt und ihren Fuß hochlegt.


NOROUZ
(Neujahr)

Heute habe ich Ulrike mit dem Rollstuhl in den Qeytarieh-Park entführt. Mit dem Snapp-Taxi lassen wir uns dorthin fahren, sitzen in der Sonne und haben den Nachmittag lesend verbracht.







Für den Abend - sozusagen Silvester - habe ich in einem Lokal in unserer Nähe einen Tisch um acht Uhr reserviert. Ich stelle mir vor, dass an den langen fein gedeckten Tischen Familien Silvester feiern.
Das neue Jahr 1397 soll um 19.45 Uhr beginnen. Wir sind schon früher da und warten gespannt, was kommt.
Das Feuerwerk um Viertel vor acht fällt schon etwas schwach aus. Ein paar vereinzelte Kracher und ein oder zwei Leuchtraketen, das war´s. Unser Lokal ist zu diesem Zeitpunkt noch völlig leer. Ich bin voll gespannter Erwartung.



Die Empfehlung des Kellners lautet - Huhn- oder Rind-Kebab mit Reis. Nun ja, das Gängige. Mehr ist aus ihm nicht rauszuholen.



Ulrike entscheidet sich für das Huhn- und ich für das Rind-Kebab. Zu trinken gibt's Cola, Sprite, Doogh und Lemon Malt. Ich probiere letzteres. Eine in diesem Punkt zumindest gute Wahl.



Alldieweil ruft der Kellner seine Schwester per Videoanruf an, sie spreche Englisch. Sie fordert uns auf, etwas auf Englisch zu sagen, da wird die Internetverbindung aber schon unterbrochen. Es bleibt ihm nur noch zu sagen, dass seine Schwester sehr schön sei.
Da kommt schon unsere Suppe. Bevor wir sie gegessen haben, folgt der Salat



und wenig später die Hauptspeise.



Nun passt ohnehin nichts mehr auf den Tisch.
Wir hatten uns eigentlich auf einen langen Abend vorbereitet. Meine Stimmung ist der Reihenfolge der Fotos zu entnehmen.

Nach einer Stunde sind wir immer noch die einzigen Gäste. Im Hintergrund läuft das Fernsehen mit der Neujahrsansprache des Staatspräsidenten und anschließend eine Übertragung aus einer Moschee.



Unsere Erwartung für diesen Abend war eine andere.



Enttäuscht, allerdings um eine Erfahrung reicher - die Iraner feiern Norouz im Kreis ihrer Familie -, verlassen wir das Lokal nach einer guten Stunde. Wir genießen den Rückweg, denn die Straßen sind leer, so dass ich den Rollstuhl ohne große Probleme auf der Straße schieben kann. Unsere Obst- und Gemüseläden lassen die Rollläden runter. Durch die in dem Viertel ruhigen nächtlichen Straßen erreichen wir unser Zuhause.

Auf unseren Handys erhalten wir die besten Wünsche des Präsidenten Rouhani zum neuen Jahr 1397 per SMS vom 20.03.2018 um 14.25 Uhr:

نوروز در تقارن با ایام میلاد امیرالمومنین(ع) بر شما مبارک باد. سالی سرشار از شادی و موفقیت برای شما آرزومندم.
حسن روحانی رییس جمهور